Solidarität! Rassismus bekämpfen!

Demo | 3.8.2012 | 17 Uhr | Delmemarkt (Neustadt)

Rassismus tötet!
Am Samstagmorgen (28.7.2012) wurde in Woltmershausen ein Brandanschlag auf ein Einfamilienhaus verübt. Zur Tatzeit befanden sich acht Personen im Haus. Deren Tod wurde billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar beabsichtigt. Aus welcher Motivation die Täter_innen handelten, ist offensichtlich. Dem Anschlag vorausgegangen waren rassistische Äußerungen und die konkrete Ankündigung der Tat. Der 20 Jahre alte Sohn der betroffenen Familie kam am frühen Samstagmorgen nach Hause. Wenige Häuser weiter saßen Nachbarn mit Bekannten auf der Terrasse. Als sie den jungen Mann sahen, skandierten sie lautstark “Ausländer raus!”. Der Sohn ignorierte die Rufe und ging ins Haus. Kurz danach entzündeten die Nachbarn einen Brandsatz, bewaffneten sich mit Kanthölzern und zerstörten die Glasscheibe der Eingangstür. Continue reading

M[AK]A-Bar im Juni

Das Antifaschistische Komitee lädt wieder ein zu einem netten Abend mit netten Menschen und kühlen    Cocktails und Getränken!

Dienstag 12.6. ab 20 Uhr wie immer im ZAKK…

 

 

….und nicht vergessen:

Die EM ist da : für jedes vorgelegte Fähnchen gibt’s einen Kurzen als Belohnung!!

Also auf geht’s und seid fleißig!

Sylvester zum Knast!

Knäste – Mittel zur Aufrechterhaltung der herrschenden Verhältnisse

Wir wollen mit einer Kundgebung am 31.12.2011 vor der JVA Oslebshausen ein viel zu stark vergessenes Instrument institutionalisierter Unterdrückung und sozialer Ausgrenzung wieder in unser aller Bewusstsein heben. Gemeint sind die Gefängnisse.

Die Funktion
Uns wird gesagt, der Knast wäre ein absolut notwendiges Mittel, um diejenigen, die die Gesetze verletzen, zu bestrafen. Diese Gesetzte aber sind nicht etwa Vereinbarungen die zwischen den Individuen getroffen werden, um das Zusammenleben zu gestalten, sie dienen zur Aufrechterhaltung der herrschenden Verhältnisse. Wenn wir uns nun anschauen wie dieses Zusammenleben funktioniert, können wir uns lediglich entscheiden, wie wir uns den Gesetzen gegenüber verhalten wollen. Gefängnisse stellen hier das Mittel des Staates zur Bestrafung derjenigen dar, welche sich nicht an diese vom Staat erlassenen Gesetze halten. Dies hat nicht nur die individuelle Bestrafung im Sinn, sondern wird gleichzeitig als abschreckendes Beispiel für den Rest der Bevölkerung genutzt. Die dadurch geschaffene Trennung der Menschen in „gut“ und „böse“ torpediert eine Solidarisierung mit den „Kriminellen“. Durch den gesellschaftlichen Fingerzeig auf die „Kriminellen“ wird an dieser Stelle von den eigenen Verstößen gegen geltende Gesetze abgelenkt, so fungiert dieser als Selbstschutz vor der sozialen Ächtung.
Meist wird davon ausgegangen, dass nur Mörder*Innen und Sexualstraftäter*Innen eingesperrt seien, aber die Realität zeigt etwas anderes. Viele Menschen sitzen in den Knästen, weil sie nicht in der Lage waren ausstehende Rechnungen zu bezahlen, schwarz gefahren sind, sich im Supermarkt etwas gönnen wollten, usw. Oder aber weil sie flüchten mussten, vor Kriegen, politischer Verfolgung oder es für sie in ihren Herkunftsländern keine Möglichkeit mehr gab zu überleben. Continue reading

Rassismus tötet!

Kundgebung und Gedenken an die Opfer rechter Gewalt
(Aufruf auf türkisch als PDF)

Am 4. November lösten eine explodierende Wohnung und ein brennender Wohnwagen Ermittlungen aus, die zur bis dahin unentdeckten Nazi-Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) führten. Mindestens zehn Tote und zwei Dutzend zum Teil schwer Verletzte im ganzen Bundesgebiet haben die Mörder vom NSU nach bisherigen Erkenntnissen zu verantworten. Neun Menschen wurden von der Nazi-Gruppe gezielt hingerichtet, weil sie den Nazis als „Ausländer“ und somit als „Volksfeinde“ galten.
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